H2 Core Systems

Die steigende Nachfrage nach dezentralen, emissionsfreien Energiesystemen machte eine entscheidende Marktlücke sichtbar: Es fehlten modular aufgebaute, flexibel skalierbare Wasserstofflösungen für unterschiedlichste Einsatzszenarien.
H2 Core Systems, ein Spin-off von TC Hydraulics, erkannte dieses Potenzial frühzeitig. Ziel war es, kompakte, hocheffiziente Wasserstoffenergiesysteme zu entwickeln, die saubere Energie direkt vor Ort erzeugen und speichern können – von netzunabhängigen Telekommunikationsstationen bis hin zu Forschungs- und Produktionsstandorten weltweit.
Heute sind über 200 Systeme international im Einsatz. Für Konstruktion, Visualisierung und Zusammenarbeit setzt H2 Core Systems auf Solid Edge X und Teamcenter Share, begleitet von MAIT als Implementierungs- und Technologiepartner.
Von wachsender Komplexität zur durchgängigen Planung
Die Entwicklung kompakter Wasserstoffsysteme stellt höchste Anforderungen an Konstruktion und Integration. Elektrolyseure, Kompressoren, Brennstoffzellen, Speichertanks, Rohrleitungen und Sensoren müssen präzise in engen Gehäusen zusammengeführt werden. Gleichzeitig verlangt der Markt sowohl standardisierte Lösungen als auch hochgradig kundenspezifische Konfigurationen.
Hinzu kommt die Integration von Komponenten verschiedener Lieferanten, häufig im STEP-Format. Diese Vielfalt erhöht die technische Komplexität erheblich.
Digitale Konstruktion als Rückgrat der Produktentwicklung
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, bildet Solid Edge X das zentrale Werkzeug im digitalen Entwicklungsprozess. Als Teil der Siemens Xcelerator Plattform ermöglicht die Lösung vollständige 3D-Modelle und digitale Zwillinge noch vor der physischen Fertigung.
Ingenieure visualisieren komplette Baugruppen virtuell, prüfen Kollisionen und optimieren Rohrleitungsverläufe, bevor produziert wird. Dank synchroner Technologie lassen sich Änderungen spontan umsetzen – beispielsweise durch das Hinzufügen weiterer Elektrolyseure oder das Anpassen von Leitungsführungen an kundenspezifische Anforderungen.
Die Möglichkeit, Lieferantendaten direkt zu importieren und ohne aufwendige Nacharbeit zu integrieren, beschleunigt die Entwicklung zusätzlich. Realistische Renderings unterstützen zudem Marketing, Dokumentation und technische Kommunikation.
Kollaboration statt Datenchaos
Teamcenter Share kommt dabei bewusst nicht als Datenverwaltung, sondern als Kollaborationsplattform zum Einsatz. Baugruppen, Zeichnungen, PDFs und Office-Dokumente lassen sich direkt im Browser anzeigen, kommentieren und vermessen. Markups und Feedback werden versionsbezogen gespeichert, sodass der komplette Projektverlauf nachvollziehbar bleibt.
Dank granularer Rechtevergabe können Dateien sicher geteilt werden – mit internem oder externem Zugriff, ganz ohne unübersichtliche E-Mail-Kaskaden oder die Öffnung des internen PLM-Systems. Externe Partner benötigen kein eigenes Teamcenter; sie greifen einfach über den Browser zu.
Mit Designcenter X Solid Edge komplexe Entwürfe in die Realität umsetzen
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, setzte H2 Core Systems in hohem Maße auf die Software Designcenter™ X Solid Edge® von Siemens Digital Industries Software, die Teil der Designcenter-Suite ist und zum Rückgrat ihres digitalen Produktentwicklungsprozesses wurde. Außerdem nutzten sie die App Teamcenter® Share. Designcenter Solid Edge und Teamcenter sind Teil der Siemens Xcelerator-Geschäftsplattform für Software, Hardware und Dienstleistungen.
Mit Designcenter X Solid Edge konnten die Ingenieure von H2 Core Systems ganze Baugruppen vor der physischen Produktion in 3D visualisieren, um sicherzustellen, dass alle Komponenten, Rohre, Ventile und Sensoren perfekt passten, und kostspielige Fehler zu vermeiden. Durch die Nutzung der synchronen Technologie der Software konnte das Team spontan Anpassungen an den 3D-Modellen vornehmen. Dies war unerlässlich, um Standardsysteme an spezifische Kundenanforderungen anzupassen, z. B. durch Hinzufügen zusätzlicher Elektrolyseure, Umverlegen von Rohren oder Integrieren neuer Sensoren.
Ein digitaler Prozess für weltweite Energieprojekte
Das Ergebnis ist ein moderner, skalierbarer Entwicklungsprozess, der Projekte deutlich beschleunigt. Kollisionen werden früh erkannt, Baugruppen können vorgefertigt werden und internationale Teams greifen jederzeit auf aktuelle Daten zu. „MAIT ist für uns ein wichtiger Partner – immer erreichbar, mit Schulungen, Updates und der passenden Unterstützung, wenn wir sie brauchen“, betont Claußen.
Durch die Kombination aus moderner CAD-Technologie, einer leistungsfähigen Kollaborationsplattform und einer engen Partnerschaft mit MAIT gelingt es H2 Core Systems, grüne Wasserstofflösungen weltweit zuverlässig umzusetzen – und damit einen wichtigen Beitrag zur klimaneutralen Energieversorgung der Zukunft zu leisten.